Das Internet Archive, eine gemeinnützige digitale Bibliothek, hat einen schweren Datenleck erlitten, bei dem die Kontoinformationen von 31 Millionen Nutzenden kompromittiert wurden. Die Organisation kämpft zudem gegen einen anhaltenden DDoS-Angriff, der den Zugriff auf ihre Dienste einschränkt.
Wichtige Erkenntnisse
- 31 Millionen Konten betroffen, darunter E-Mail-Adressen und gehashte Passwörter.
- DDoS-Angriffe behindern den Zugriff auf die Website seit dem 10. Oktober.
- Die Angriffe könnten mit dem Datenleck in Verbindung stehen.
- Nutzende sollten ihre Passwörter ändern, sobald die Website wieder zugänglich ist.
Details Zum Datenleck
Am 10. Oktober 2024 wurde bekannt, dass das Internet Archive, das kostenlose Zugriffe auf archivierte Webseiten und andere Materialien bietet, Opfer eines massiven Datenlecks wurde. Die betroffenen Kontoinformationen umfassen E-Mail-Adressen, Benutzernamen und gehashte Passwörter. Über die Datenbank "Have I Been Pwned" wurden die Nutzenden über den Vorfall informiert.
Von den 31 Millionen betroffenen Konten hatten mehr als die Hälfte bereits in früheren Datenlecks ihre E-Mail-Adressen veröffentlicht. Dies deutet darauf hin, dass viele Nutzende möglicherweise bereits gefährdet sind.
DDoS-Angriffe Und Ihre Auswirkungen
Zusätzlich zu dem Datenleck sieht sich das Internet Archive einem DDoS-Angriff gegenüber, der seit dem 10. Oktober andauert. Diese Art von Angriff überlastet die Server der Organisation und macht die Website für Nutzende unzugänglich. Die Gruppe "Sn_darkmeta" hat sich zu den Angriffen bekannt und erklärt, dass sie gegen die Unterstützung der USA für Israel protestieren.
Reaktion Auf Den Vorfall
Troy Hunt, der Entwickler von "Have I Been Pwned", erhielt am 30. September eine Kopie der gestohlenen Daten und informierte das Internet Archive am 1. Oktober über den Vorfall. Die Organisation bestätigte den Erhalt der Daten, aber eine offizielle Mitteilung an die Nutzenden steht noch aus. Hunt äußerte Verständnis für die Situation, da die Organisation unter erheblichem Druck steht.
Sicherheit Der Gehashten Passwörter
Die Passwörter der Nutzenden wurden mit dem bcrypt-Algorithmus gehasht, der als sicher gilt. Im Gegensatz zu schnelleren Algorithmen ist bcrypt so konzipiert, dass es schwieriger ist, die Passwörter zu knacken. Fachleute empfehlen jedoch, dass Nutzende ihre Passwörter ändern, um potenzielle Risiken zu minimieren.
Fazit
Der Vorfall beim Internet Archive ist ein ernstes Warnsignal für alle Nutzenden digitaler Dienste. Es ist entscheidend, starke, einzigartige Passwörter zu verwenden und diese regelmäßig zu ändern. Die Organisation steht vor der Herausforderung, sowohl die Sicherheit ihrer Nutzenden zu gewährleisten als auch den laufenden DDoS-Angriff zu bekämpfen. Nutzende sollten wachsam bleiben und ihre Kontoinformationen schützen.
Quellen
- Internet Archive Data Breach Exposes 31 Million Accounts, GovInfoSecurity.



